Pferde - Rehazentrum

Pferde - Rehazentrum

Sie erwarten von einem Pferde-Rehazentrum, dass Ihr Pferd wieder gesund wird. Wenn wir von Gesundheit sprechen, müssen wir uns erst einmal darüber im klaren sein, was heißt eigentlich Gesundheit? Sicherlich bedeutet es ein körperliches Wohlgefühl, Ausgeglichenheit und die Fähigkeit, die gestellten Anforderungen an ein Reitpferd zu erfüllen.

 

Ein gesunder Körper ist aber zunächst einmal in der Lage, alle schädlichen Einflüsse, die auf ihn eintreffen zu kompensieren.

 

Diese Einflüsse können z.B. sein: Viren, Bakterien, Elektrosmog, chemische Belastungen wie Umweltgifte, körperliche Überanstrengung, unbekömmliches Futter, psychischer Stress, eine Verletzung und vieles andere mehr. Natürlich können auch Störungen innerhalb des Körpers auftreten, auch die weiß der gesunde Körper zu reparieren.

 

Ist der Körper noch in der Lage zu regulieren, merken wir von den Vorgängen nichts. Unser Pferd ist also „fit“.

Jedes Lebewesen hat nach der Adaptionstheorie nach Selye ein ganz individuelles Potential, mit Stressfaktoren aller Art fertig zu werden.

 

Ist dieses Potential überstrapaziert — entweder durch eine starke Infektion oder einen Unfall oder — im anderen Fall — durch viele kleine Störfaktoren, die den Körper überlasten, kommt es zur Erkrankung.

 

Dann müssen wir dem Körper helfen, wieder ins „Lot“ zu kommen:

1.Durch Ausschaltung schädigender Einflüsse

2.Durch Therapien, welche die Selbstheilungskräfte,

den „inneren Arzt“, stärken

- Beispiel: Gesundheit & Harmonie -

- Beispiel: Stressfaktoren -

- So nicht! -

Wie im Schaubild „Gesundheit des Pferdes“ beschrieben, wirken Störungen vielfältiger Art auf die Körpersysteme ein. Jedes Lebewesen hat seinen ganz individuellen Rahmen, schädliche Einflüsse zu kompensieren. Sind die Kompensationsmöglichkeiten erschöpft, zeigen sich Krankheitssymptome. Überwiegend handelt es sich beim Pferd um folgende Störungen:

• Bewegungsapparat (Lahmheiten, Rückenprobleme)

• Verdauungssystem (Koliken)

• Atmungssystem (Husten, Chronische Bronchitis)

• Stoffwechselstörungen, Allergien (Sommerekzem, Rehe, Metabolisches Syndrom)

• Psyche (Verhaltensauffälligkeiten)

Ich nenne sie die Zivilisationkrankheiten unserer Pferde. Diese haben viel mit der Haltung, der Nutzung und der Umweltverschmutzung (Elektrosmog, Pestizide usw.) zu tun.

Wir können sie nur in einem koordinierten Stufenplan der Heilung zuführen.

Ganzheitliche Behandlung - und damit die Chance zur Gesundung - beinhaltet in jedem Fall die artgerechte Haltung, pferdegerechtes Training und die optimale Fütterung und Betreuung. Insbesondere bei chronischen Erkrankungen sind diese Faktoren Grundlage jeder weiteren Behandlung.

Der Pferdehof - Goldregen bietet dafür die allerbesten Voraussetzungen. Gleichzeitig setzen dann die Behandlungen ein:

Schulmedizinische Diagnose und Betreuung findet durch unseren Pferdetierarzt Dr. Melle, Rotenburg statt. Er entwickelt den Behandlungsplan und begleitet Ihr Pferd durch die Rekonvaleszenz.

Falls orthopädische oder sonstige Spezialbeschläge erforderlich sind, bespricht er dies mit unserem Hufschmied, Klaus Köhnken, Waffensen.

Ist das Pferd ohne Beschlag und genügt eine Barhuf-Korrektur, so wird diese von mir in meiner Eigenschaft als Hufpfleger durchgeführt

Naturheilkundliche Behandlungen werden von mir in Absprache mit Dr. Melle durchgeführt:

• Entgiftung/Ausleitung/Darmsanierung/Futteraustestung

• Osteopathie

• Kranio-sakrale Osteopathie

• Kinesiologie

• Psycho-Kinesiologie

• Homöopathie

• Bachblüten

• Blutegeltherapie

• Laserakupunktur

• Akupunkturmassage nach Penzel

• Muskelmassage

• Energetische Behandlung

• Magnetfeldtherapie

• Solarium

Begleitend findet ein individuelles Aufbautraining - ebenfalls nach Absprache mit Dr. Melle - statt.

 

Die beste Behandlung kann nur dann gelingen und von Dauer sein, wenn das Pferd auf die richtige Art und Weise geritten wird. Deshalb lege ich größten Wert darauf, den Pferdebesitzer und Reiter in die Rehabilitation seines Pferdes mit ein zu beziehen. Grundlage jeder Reitweise kann nur die „Skala der Ausbildung sein“

 

Skala der Ausbildung:

• Takt

• Losgelassenheit

• Anlehnung

• Schwung

• Geraderichtung

• Versammlung

Diese durch unsere „alten Reitmeister“ über Jahrhunderte entwickelte Ausbildungsskala ist bei der Pferdeausbildung durch nichts zu ersetzen.

Die pferdegerechte Ausbildung dauert viele Jahre und ist nie abgeschlossen

(Genau wie die Ausbildung des Reiters). Jeder „Guru“, der anderes verspricht, führt sich selber ad absurdum. Dessen Lehre kann nicht pferdegerecht sein

und schon gar nicht gewaltfrei, „easy“ und pferdeschonend, sondern nur den schnellen Erfolg versprechend. Der schnelle Weg, ohne Berücksichtigung der Pferdeanatomie, Physiologie und Psyche, kann nur ein Irrweg sein.

Die wahre Leichtigkeit des Reitens, das “Einswerden” mit dem Pferd werden Sie so nicht erleben. Seien wir uns darüber im Klaren: Die wahre Kunst des Reitens zu praktizieren, ist nur wenigen gegönnt. Nicht jeder Autofahrer ist ein Michael Schumacher.

Arbeiten Sie zunächst an Takt, Losgelassenheit und Schwung. Die Anlehnung kommt dann fast von alleine. Eine mit Kandarre (auch wenn die Zügel durchhängend sind) erreichte „Versammlung“ oder sonstige, vermeintlich zum schnellen Erfolg führende Aktionen schädigen Ihr Pferd.

Die Behandler (von denen es noch nie so viel gab wie heute) freuen sich.

 

Aus vorgenannten Gründen wird in meinem Rehazentrum die „klassische Reitlehre/-weise“ praktiziert, ergänzt durch Bodenarbeit, um die Pferde vertrauensvoll und zufrieden an ihr - zugegebenermaßen nicht ganz so artgerechtes - Dasein als Reit– und Tragetier heranzuführen.

 

Alke Müller, als erfahrene Trainerin, und ich berücksichtigen bei der Ausbildung und Rehabilitation ganz individuell die Anatomie, Psyche und das Vermögen Ihres Pferdes. Wir verlangen nur das, was das Pferd zu geben bereit ist und geben kann.

 

Beachten Sie zum Thema “Klassische Pferdeausbildung” den Link von Emil Scheid auf der

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